Carp La Familia
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Fish n´Move - Italia 2007


Abgekämpft aber zufrieden kehrten wir von unserem Po Trip im Oktober zurück.
Das Ziel wurde erreicht und das ist bei uns immer nicht ohne Fisch nach Hause zu fahren.
Wir konnten dieses Ziel dann auch schon in der ersten Nacht am ersten Spot erreichen mit einem Wels von 183cm gefangen auf Tauwürmer.
183cm

Da wir in dieser Nacht nur mit einer Rute fischten (Mehr ging nicht mehr, wir waren kaputt nach der Fahrerei, Lizenzen besorgung und Location des neuen Angelrevieres), beschlossen wir diesem Platz noch eine weitere Nacht die Chance zu geben, zu zeigen ob Potential vorhanden ist. Gebissen hat es dann auch in dieser Nacht, um es vorweg zu nehmen wie auch in jeder anderen, und es konnte ein Wels von 160cm gelandet werden. Er verschluckte sich an einer Brasse. Ein weiterer Miniwaller von ca. 1,10cm folgte. Das war es dann aber auch schon für diese Nacht und da uns das ganze trotz starkem Rauben zu wenig war beschlossen wir denn Platz zu wechseln. Moven wenn nichts geht war ja das Motto, das größte Problem an dieser Sache war aber das wir mit zwei Schlauchbooten und 5 PS Motoren ausgerüstet nicht gerade die schnellsten Platzwechsel vollziehen konnten. Nachdem wir uns endlich auch auf einem neuen Platz niederliessen die Ruten auslegten und uns auf dem Bedchair relaxten biss auch schon wieder der nächste Wels mit ca.140cm auf eine Brasse. Die Fische raubten noch stärker an diesem Platz als am vorangegangenen doch beginnt Ende September die "Hunting Season" in Italien und kurz nach dem Fang wurden wir von Italienischen Entenjägern verscheucht. Wir zogen dann auch lieber schnell Leine, denn Bock das uns Schrot um die Ohren flog hatten wir nicht. Da es schon später am Abend war wurde natürlich die Zeit knapp einen neuen Spot ausfindig zu machen. Zu allem Übel wählten wir dann auch noch die falsche Richtung die unserer Meinung keinen vernünftigen Angelplatz hergab und es zeichnete sich ab das wir in dieser Nacht nicht mehr richtig zum Fischen kamen (wie gesagt 5 PS auf dem Po). Auf dem Rückweg besuchten wir dann aber noch Kalle und seine hessische Guidingtruppe und fachsimpelten noch ein bißchen und unterhielten uns über alles mögliche unmögliche und ein Waller mit ca.130cm machte sich noch am Haken zu schaffen. Am nächsten Morgen bezogen wir eine flache lange Sandbank, kümmerten uns um denn Köderfischfang (War für Po Verhältnisse diesmal extrem zäh) und legten unsere Ruten aus obwohl wir schon so unsere Zweifel hatten ob wir an der richtigen Stelle fischten da der Wasserstand doch seit unserer Ankunft stark gefallen ist und wir vermuteten das die Waller schon wieder eher in die tiefen Bereiche zurückgezogen sind. Ganz falsch lagen wir mit dieser Vermutung nicht, es ließ sich wieder nur ein halbstarker Waller verhaften. Also wieder Platzwechsel, ein Hot Spot musste her. Jetzt spielte sich die Stärke unseres kleinen Schlauchbootes aus. Mit ihm gelangten wir in einen Nebenarm der für alle normalen Carolina oder Whaler Boote nicht erreichbar ist. Nach längerem Suchen fanden wir einen geeigneten Platz mit starker Strömung und Wassertiefeiefe von ca. 2m. Am gegenüberligenden Ufer eine lange überschwemmte Krautbank um die 0,8m. Der ideale Platz lag vor uns, allerdings stellte sich der Köfi Fang als noch zäher als am Po heraus. Aber es gelang uns den Setzkescher zu füllen und gegen Abend war unsere Ruten in allen Wassertiefen verteilt. Zusätzlich teilten wir uns jetzt auch noch auf um vom Boot aus den einen oder anderen Fisch an den Haken zu bekommen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit begann ein Rauben in dem Krautfeld und etwas erwachsenere Waller machten sich in der Strömung bemerkbar wie wir es noch niemals zuvor am Po erlebten. Mehrere Bisse innerhalb von 20 Minuten und Doppeldrills waren angesagt. Habt ihr schonmal zwei Waller gleichzeitig gedrillt? Also 3 Ruten rennen, man ist aber nur zu zweit. Geil, Geil. Selten so positiven Stress gehabt. Aber wir schafften es auch in dieser Nacht nicht über die Größe des Welses aus der ersten Nacht zu kommen.
Wir wussten das die Big Ones in der Nähe waren und wir wollten somit eine weitere Nacht den Welsen an diesem Platz auflauern. Den ganzen Tag verbrachten wir mit extrem zähem Köderfischfang und dann dem rechtzeitigen auslegen der Ruten. Auch in dieser Nacht fischte Patrick vom Boot während Philipp sich um die Uferangelegenheiten kümmerte. Wieder mit Einbruch der Dunkelheit kamen die Welse in Fahrt, nach wenigen Minuten der erste Biss, natürlich wieder ein Miniwaller. Gegen 20.30Uhr hörte ich über mein Walkie Talkie das auch mein Bruder einen Biss von einem ca. 150cm Waller verwerten konnte. Der Waller wurde gerade in sein Element entlassen als sich die Bremse ("fest zugedrehte") der Shimano Thunnus bemerkbar machte. Die Cat Buster verneigte sich und mein Bruder setzte denn Anschlag. Circa 15 Minuten später konnte er denn Wallergriff an ein 228cm Biggie ansetzen und ihn landen. Zudem stand der Waller super im Futter was ein sicherlich ordentliches Gewicht ihm verpasste. Wiegen konnten wir den Fisch leider nicht da wir aus Gründen der Flexibilität die Waage daheim im Keller ließen. Um die 80Kg denken wir dürfte er gehabt haben. 
228cm

Der Abend war erfolgreich und die weiteren kleineren Welse dieser Nacht fielen nicht mehr groß ins Gewicht.
Für unsere letzte Nacht wurde die Strategie auch nicht mehr geändert, der Platz war erfolgsversprechend, das Ziel erreicht und nur moven weil es gerade das In Wort in der Szene ist muss auch nicht sein. Allerdings ging die Aktivität der Fische deutlich zurück und es konnten wieder nur drei Waller bis 160cm gelandet werden.
Sideplaner Waller

Am nächsten Morgen begaben wir uns auf den Heimweg und nach einem Abstecher bei Kalle fuhren wir wieder zufrieden Richtung Deutschland. 

Aufgrund häufigerer Platzwechsel und unter Einsatz unterschiedlicher Angeltechniken konnten wir in 6 Tagen 27 Welse zwischen ca. 110cm und 228cm fangen.

"Push it to the Limit"



Kurztrip Winter 2007

Winter ´07

Am 09.03.2007 starteten wir unseren ersten 4 Tage Trip auf Karpfen an einen 45ha Natursee in Deutschland. Die Abende zuvor verbrachten wir mit Boilieherstellung, Partikel aufkochen und Zusammenpacken des notwendigen Tackles. Unsere Strategie war es zwei verschiedene Futterstellen anzulegen in Wassertiefen zwischen 2,3m und 5,2m an stark abfallenden Kanten. Die Spots suchten wir mit Hilfe des GPS anhand unserer Erfahrungen an diesem Gewässer in den letzten Jahren aus. Wenn jetzt noch die Wassertemperatur stimmt dann konnte in diesem milden Winter eigentlich nichts mehr schief gehen. Nach Abschluss der Vorbereitungen fuhren wir von Stuttgart aus an das Zielgewässer. Im Gepäck hatten wir 12 Kilo Partikelmischung aus Hanf und Mais, 5 Kilo Pellets, sowie jeweils 3,5 Kilo Nutboilies und Monsterboilies. Am Gewässer angekommen hieß es erstmal das Schlauchboot startklar zu machen und es stellte sich heraus das wir die Ventile vergessen hatten. Jetzt war die Scheiße am Dampfen den ohne Boot ist es nicht möglich den Platz zu erreichen und selbst wenn, wäre das genaue Anwerfen der Spots nicht möglich da sie sich in ca.150m Entfernung befanden. Auch das Füttern könnten wir so trotz Cobra und Groundbaiter vergessen. Also musste schnell irgendeine Idee her und wir entschlossen uns bei dem anliegenden Segelclub nachzufragen ob sie uns eine alte Jolle ein paar Tage ausleihen könnten. Dies stellte sich als kein Problem heraus da ein sehr nettes Segelclubmitglied ( Danke Sven, das nächste Mal geben wir dir einen aus! ) einen alten Kahn übrig hatte. Schnell wurde das alte Teil beladen und wir steuerten mit einer Stunde Verspätung unseren Platz an. Jetzt war Hektik angesagt den in 40 Minuten geht die Sonne unter. Schnell die Temperatur messen mit Hilfe des GTM. Passt 8,4°C und 8,7°C! Wir fütterten schnell die zwei Spots an, den flacheren mit Nut, den anderen mit Monster, zudem fütterten wir noch ein paar Kellen Partikel und 2-3 Hände Pellets. Schnell ans Land zurück, Pods aufbauen und dann…
Pod 1


Pod 2

Es fing innerhalb von Sekunden an zu schütten und ein sturmähnlicher Wind kam auf, keine Rute beködert, kein Zelt aufgebaut. Da wir jetzt sowieso schon nass bis auf die Unterhosen waren entschlossen wir uns schnell die Ruten zu beködern, eine mit V-Pops White in Monster Dip eingelegt, eine mit Monsterboilie in Monster Dip eingelegt und die zwei anderen mit Nutboilies ohne Spielereien. In strömendem Regen fuhren wir die Ruten an die Plätze was sich als sehr schwer herausstellte da der Kahn bei diesem Wind fast nicht manövrierbar war. So dauerte dies auch eine weitere Stunde die unsere Körpertemperatur in den Keller sinken ließ. Und es zeigte sich kein Ende des Regens ab. Wir bauten ein Shelter auf um uns Umzuziehen und den Regen abzuwarten. Als sich gegen 23.00 Uhr immer noch kein Ende abzeichnete beschlossen wir das Zelt im Regen aufzubauen. Innerhalb kürzester Zeit stand der Dome, was aber nicht verhinderte erstmal den Innenraum von Wasser zu befreien. Durchgefroren und müde versanken wir in unseren Schlafsäcken und schliefen ein. Geweckt wurden wir um 1.57 Uhr durch einen Dauerton des Carpsounders und der erste Karpfen der Saison bahnte sich an. Philipp flog aus dem Zelt, griff sich die Nutrute und setzte einen leichten Anschlag. “Jakob, Hooked on, ist ein Guter” hörte ich von ihm und ein aufregender Drill begann. Der Regen hat das ganze Boot mit Wasser gefüllt und so musste der Karpfen von Land gedrillt werden. Wir hatten aber Glück das der Fisch auf den See hinausschwamm und nicht zum Ufer hin was eine gute Kontrolle zuließ. Eine Viertelstunde später zeigte sich der Fisch das erste mal vor dem Kescher und wir erkannten einen uns bekannten Spiegelkarpfen namens “Andy”. Da wir zwischenzeitlich wieder pitschnass waren, sackten wir den Fisch bis zum Foto- und Wiegetermin am nächsten Morgen ein. Wir zogen trockene Klamotten an und verschwanden im Zelt. Eine knappe Stunde später ertönte wieder der Carpsounder und ich rannte aus dem Zelt, zwischenzeitlich hatte es aufgehört zu regnen, und griff diesmal zur Monsterrute. Der Karpfen ließ sich recht schnell kontrollieren und so lag es auf der Hand das es sich um ein kleineres Exemplar handeln dürfte. Ein paar Minuten später verschwand ein 8 Pfund Spiegelkarpfen im Netz. Schnell wurde der Haken entfernt, die Wunde versorgt und ein schnelles Foto geschossen.
Spiegelkarpfen 8 Pfund
Danach entließen wir ihn in sein Element zurück. Nach diesen zwei Runs waren wir absolut überrascht wie gut es lief und malten uns weitere Fische aus.
"so groß wird der nächste"
Die restliche Nacht verlief aber ruhig. Am nächsten Morgen wiegten wir erstmal “Andy” und die Fox Waage zeigte uns 16,8 KG an. Gute 2,5 KG schwerer als bei unserer letzten Begegnung im September 2006. Kurz noch ein paar Fotos und zurück ins Wasser. Bis zum nächsten mal “Andy” und dann mit 40+.
Andy 16,8KG

Andy 16,8KG
Wir frühstückten, fütterten die Plätze nach und kümmerten uns um das Chaos an unserem Angelplatz das der Wind in der Nacht verursachte. Die Wolken lockerten auf und gegen Mittag hatten wir puren Sonnenschein. Der Wind hatte sich auch verzogen und wir konnten einen Traumtag genießen. Allerdings bedeutet tolles Anglerwetter nicht gleich tolles Karpfenwetter und so kam was kommen musste. Die Sounder blieben still und bedingt durch das klare Wetter stellte sich nachts auch noch ein Temperatursturz ein. Und so blankten wir den restlichen Trip. Obwohl Sonntags gegen 13.00 Uhr hatten wir kurz Hoffnung als wieder die Nutrute losdüste, dieser Fisch entpuppte sich aber nach kurzer Zeit als Seeforelle auf Abwegen. Wir versuchten noch mal die Strategie zu ändern um das Blatt zu wenden aber auch das half nichts, die Temperaturen sausten noch weiter in den Keller und wir konnten Montag Nacht eine Temperatur von -3°C messen. Zum Vergleich, Freitags hatten wir noch +8°C. So packten wir am nächsten Morgen ein und fuhren wieder zurück nach Stuttgart. Trotzdem waren wir zufrieden den das Ziel war ein Carp. Getäuscht hat uns lediglich der super Start der unsere Erwartungen kurzfristig in die Höhe schnellen ließ.
Jakooobi Brothers

“Push it to the Limit”

 
   
 
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